Die Kirchen Roms

Am Tiber erzählt man sich, dass Rom eigentlich vier Gründer gehabt habe: Zu Romulus und Remus müsse man auch die Apostel Petrus und Paulus zählen. Durch sie stieg die Ewige Stadt nach dem Untergang des Römischen Reiches erneut zur Hauptstadt eines Weltreiches auf - des geistigen Reiches der katholischen Universalkirche.
Nach der Zerstörung Jerusalems als geistigem Zentrum der Urkirche durch Titus stieg das Ansehen der römischen Gemeinde weiter an. In den Wirren der Völkerwanderung übernahmen die Bischöfe von Rom schließlich auch die politische Verantwortung für die Stadt. Die Nachfolger der Apostelfürsten wurden zu Erben der Cäsaren. Das ganze Mittelalter hindurch war Rom der religiöse Mittelpunkt des Abendlandes. Und bis heute ist es die Hauptstadt der eine Milliarde Menschen umfassenden katholischen Kirche.
Es ist daher kein Wunder, dass Rom die an Kirchen reichste Stadt der Welt ist. Allein im inneren Stadtgebiet erheben sich mehr als zweihundertvierzig Gotteshäuser. Viele von ihnen wurden auf Vorgängerbauten errichtet und erfuhren oftmals selbst tiefgreifende Veränderungen.
Neben großen Basiliken, die erbaut wurden, nachdem sich die Kauser zum Christentum bekannt hatten, entstanden auch kleinere, intimere Kirchen, die sich für das Zwiegespräch des Gläubigen mit Gott besser eigneten. Oft wurden sie über dem Grab eines Märtyrers errichtet, dessen Fürsprache man anrief, um sich der göttlichen Gnade zu versichern.

sortiert nach aktueller Eingabe

Sant Agnes in Agone mit einer Walcker-Orgel aus 1914. ORGEL

San Andrea delle fratte diese Kirche liegt nahe dem Trevi-Brunnen. ORGEL

San Marco direkt am Piazza Venezia liegt diese schöne Kirche. ORGEL

San Giovanni in Laterano Dieses wundervolle Orgelgehäuse an der Nordempore in einer der monumentalsten Basiliken Roms. ORGEL + DISPO

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Kirchen nach Priorität

In der nachfolgenden Prioritätsliste (kombiniert mit Entstehungsdatum) werden Kirchen aufgeführt und mit Links auf unsere Seiten dargestellt. Diese Liste ist für mich als Maßstab zum Besuch für weitere Kirchen von Interesse und vielleicht für den einen oder anderen Internetuser, der, wenn er mal Rom besuchen wird, zumindest eine grobe Orientierung hat, was dort von den 250 Kirchen besucht werden muss.

Die vier Patriarchalbasiliken und Pilgerkirchen

1. San Pietro in Vaticano (Petersdom)
2. San Giovanni in Laterano
3. Santa Maria in Maggiore
4. San Paolo fuori le Mura

Die drei wichtigsten Pilgerkirchen

5. Santa Croce in Gerusalemme
6. San Sebastiano fuori le Mura
7. San Lorenzo fuori le Mura

Spätantike und Frühmittelalter (bis 1000)

8. Santa Constanza
9. Santi Giovanni e Paolo
10. Santa Sabina
11. Santa Pudenziana
12. Santa Prassede
13. Santo Stefano Rotondo
14. Santi Quattro Coronati
15. San Clemente
16. Santa Maria in Cosmedin

Mittelalter (1000-1400)

Renaissance 15.-16 JH

19. Sant' Andrea delle Fratte
20. Santa Maria della Pace
21. San Pietro in Montorio und Tempietto
22. Santa Maria dell' Anima
23. Santa Catarina dei Funari
24. Sant' Eglio degli Orefici
25. San Luigi dei Francesi
26. Chiesa Nuova (Santa Maria in Vallicella)

Barock 17.-18.JH

27. Il Gesù
28. Sant 'Andrea della Valle
29. San Nicola
30. Sant' Ignazio
31. San Carlo alle Quattro Fontane (San Carlino)
32. Sant' Agnese in Agone
33. Sant' Ivo alla Sapienza
34. Sant' Andrea al Quirinale
35. Sant' Antonio dei Portoghesi
36. La Maddalena

dazu Buchempfehlung

von Pierre Grimal, ISBD 3-7630-2247-3

Hierzu gibt es, wie wir erst heute erfahren haben, das fantastische Buch von Pierre Grimal "Die Kirchen Roms - glanzvolle Symbole der Ewigkeit". Wie hätte man den Titel besser wählen können?
Rom und die Vatikanstadt bewahren umfassender als jede andere Metrolpole der christlichen Welt das lebendige Erbe der Kirchenbaukunst. Es reicht von ihren Anfängen im Zeitalter Konstantins des Großen bis zum Gesamtkunstwerk des barocken Sakralbaus.
In diesem Band werden rund 40 der 250 Kirchen des alten Roms beschrieben und mit rund 100 Bildern dokumentiert.

Der Band kommt in einer würdevollen Aufmachung daher, schönes Papier, guter Einband, Lesebändel, prächtiger gesamter Eindruck der eher zur stillen Meditation auffordert als unbändige Wissbegier schnell zu zügeln. Aber auch dem Letzeren kann Genüge getan werden, weil die beschriebenen Kirchen auf einer Mappe und etwas nach Kategorien sortiert aufgeführt sind.
Das Buch wird mich nun gute drei Monate begleiten.
gwm 9.7.10