Walcker-Orgelbau seit 1780

200 Jahre Eberh. Friedrich Walcker in Ludwigsburg

Auch in Zeiten der Seuche ist es an der Zeit an die Alten zu denken. Und zwar haben wir das Jahr 1820, als Eberhard Friedrich Walcker sich als 26 jähriger Orgelbauer in Ludwigsburg neben dem Schloss selbständig gemacht hat, also ein rundes Jubiläum. Sein Opus 1 steht schon längere Zeit nun in diesem Schloss und bezeugt sein großes handwerkliches Talent. In meinem Büro hängt ein Entwurf von EFW aus dieser Zeit (1825) für Markgrönigen, der in einer solch großartig einfachen Aquarelltechnik erstellt wurde, dass dieses Stück Papier mir schon seit 30 Jahren oder mehr als höchster künstlerischen Anspruch im Bildgestalten schlechthin gilt. Das selbe trifft auf die außergewöhnliche Klanggestaltung des Meisters zu, der von Gerhard Lenter in einem jüngsten Telefonat mir als großes Genie genannt wurde.
Nun gibt es beim Betrachten der Geschichte Rhythmen, die mich immer wieder erstaunt haben. Ganz einfache Bewegungen im 7-Jahrestakt des Biorhythmus, oder, und das ist das eigentlich erstaunliche im Takt von 50 Jahren. Eberhard Friedrich Walcker starb 1872. Rund 50 Jahre danach war das Ende des I.Weltkriegs (1918) und die Hyperinflation 1923, im Jahr als mein Vater geboren wurde und via "Praetorius" und Henny Jahnn eine Orgelreform losgetreten wurde. Von 1918 und 50 Jahre darauf fand in der Bundesrepublik die 68er Bewegung statt, als eine Art Unzufriedenheitsbewegung, aber viel wichtiger für die Orgelkunst waren Ligeti und die aufkommende Ungeduld mit der Orgelgestalt der vergangenen 20 Jahre.

nochmal "Murrhardt"

Es vergehen kaum ein paar Wochen, wo nicht wieder Freunde der ehemaligen Walcker-Orgel in Murrhardt oder begeisterte Liebhaber Bornefeldscher Orgelmusik mich auf die Murrhardter Stadtkirchenorgel aufmerksam machen. So geschehen vor ein paar Tagen, wo ein Orgelfreund sein Unverständnis über den Orgelneubau äußerte und um die Einweihungsschrift aus 1977 bat.
Dem bin ich gerne nachgekommen und war überrascht in der "Wiedereinweihungsschrift von 1996" das Gedenkwort von Pfarrer Reinhardt Dück zu lesen:
… Solche soziologisch-karitativen Argumente, die man gegen die Orgel vielfach zu hören bekommt sind wenig stichhaltig. Es wird nämlich übersehen, dass die Orgel nicht ein kurzlebiges Konsumgut ist, sondern ein für ganze Generationen geschaffener Kulturwert…
So also kann man sich irren, Herr Pfarrer. Dieses und weitere interessante Worte kann man in den beiden Einweihungsschriften aus 1977 und 1996 nachlesen.
Einweihungsschrift von Bornefeld v 1977 [1.678 KB]
Wiedereinweihungsschrift von 1996 [1.556 KB]

Walcker-Orgel Op 1686 in Galdar, Bj 1912, II/19

Galdar Opus 1686 Bj 1912, II/19

I.Man. C-a''', 70Pfeifen
1. Bourdon 16
2. Prinzipal 8
3. Gedeckt 8
4. Dulciana 8
5. Oktave 4
6. Mixtur 3f
7. Kornett 4-8f
8. Tuba 8
II/I, Sub II/I, Super I
P, MF, F, FF, Tutti
Autom Pedal, Z ab

II.Man SW
9. Prinzipal 8
10. Flute harm 8
11. Viola 8
12. Vox coelestis 8
13. Flute octav 4
14. Oboe 8
Tremolo

Pedal C-f'
15. Kontrabass 16
16. Subbass 16
17. Violonbass 8
18. Flötenbass 8
19. Bombarde 16

I/P, II/P, Super I/P



Gran Canaria - Walcker Orgeln und mehr

Eine Woche sind wir mit Alejandro auf der Insel gereist, drei Walcker-Orgeln wurden besichtigt. Mehrere Kostenanschläge stehen an. Interessant ist es diese wunderbare und vielfältige Natur und Kultur auf dieser Insel, die parallel zur Sahara liegt studieren zu können. Von vulkanischen Schlünden und columbianischen Visionen geprägt, hat sich mir diese Insel unvergesslich eingeprägt als etwas zutiefst europäisches. Es wird nicht meine letzte Reise dorthin gewesen sein. Hier unser Blog.

Opus 4800 Walcker-Orgel mit Rössler Mensuren

Eine hochinteressante Orgeldisposition vom berühmten Orgelgestalter Ernst-Karl Rößler gibt es in der Peterskirche zu Weinheim (III/62, Bj 1965) zu bestaunen. Die filigranen Aliquoten und wunderbaren Teiltongestaltungen von Rößler sind wahrer Ohrenschmaus, das hat absolut nichts mit den lauten und tumben Cymbeln oder Mixturen der Supper-Gesellschaft und 60er Jahre zu tun. Es ist schön, dass dies auch von den Orgelfreunden in Weinheim erkannt wurde und die Orgel in würdiger Atmosphäre erhalten wird. Hier der Link zum Orgel-PDF der Orgelfreunde. Die Fotografie ist allerdings ein Wagnis besonderer Art, aber daran haben wir uns längst gewohnt, es wurde von mir etwas in den Tiefen aufgehellt, damit man wenigstens die Pfeifen sieht.

Das Orgeljahr 1970 - 50jähriges Orgelbauerjubi

Anlass dieses kleine Jubiläum, meinen 50 Jahre alten Facharbeiterbrief nach dreijähriger Lehre erhalten zu haben, ja überhaupt zu bemerken, dass etwas zu feiern ist, war eine email aus der Brigham Young Universität in Provo, Opus 5258, III/33, Einbau 1970, nahe Salt Lake City. Es war meine erste große Auslandreise, wo ich ganz am Anfang mit Pieter Visser in Philadelphia zusammentraf und wo in der St. Clement's Church ein 9registriges E-Positiv aufgestellt wurde. Wir haben dann in der Folge mehrere Positive und kleinere Walcker-Orgel besucht, um dann schließlich in Salt Lake City zu landen, wo ich bei Mormonen untergebracht wurde und wir täglich nach Provo fuhren, um die neue Konzertorgel zu installieren. Danach gings weiter nach Las Vegas, nach Los Angeles und von dort nach Redwood City (Op. 5206, III/30, Bj 1968, siehe Bild oben) wo elektrische Probleme auf mich warteten.
Es folgten San Francisco, zu den Hippies, Woodstock war gerade mal 8 Monate her, dann weiter nach Eugene, Oregon, Kirche der Mormonen, Op 5344, II/12, wo der Installateur ein Jahr zuvor Maße des Balges als Winddruck interpretierte und so 30mmWS im Hauptwerk festgestellt wurden. Also alles neu intonieren, stimmen, zwei Tage Zeit waren eingeplant. Danach gings weiter in den Norden nach Seattle, Washington zu Verhandlungen um eine neue Orgel. Aus El Paso erhielt ich einen Hilferuf einer Frau, die ihr E-Positiv Jahre zuvor selbst aufgebaut hatte, aber mit den Problemen nicht fertig werden konnte. Wieder daheim konnte ein ganz anderes USA-Gefühl als heute reflektiert werden. Diesen Eindruck bestätigte mir jede Korrespondenz mit Amerikanern, die wie ich, etwas anderes an Freiheit kennen gelernt haben. gwm

Bilder seltsamer Orgelpfeifen

Seltene Orgelpfeifen, so ist unser neuester Blog untertitelt, der eine Sammlung von Orgelpfeifen in bester Auflösung zeigt, die man als normaler Organist oder Orgelbauer so gut wie garnicht mehr zu Gesicht bekommt. Da wäre zuerst mal eine der wohl ältesten Pfeifen auf diesem Planeten zu nennen, die von einer römischen Orgel aus 226 n.Chr. stammt (und dazu einige Kopien, die in römischen Museen heute zu hören und zu sehen sind). Weiteres hier....

Orgel des Monats ist die Walcker in Essen-Werden

Die Walcker-Orgel Opus 885 in der evangelischen Kirche im Essener Stadtteil Werden ist die "Orgel des Monats Januar 2020" der Stiftung Orgelklang. Die von der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) gegründete Stiftung fördert die Instandsetzung des großen, unter Denkmalschutz stehenden Instruments in diesem Jahr. Es gibt zu dieser Orgel eine ganz vortreffliche CD "Max Reger - Grand Organ Works" von Gerd Zacher. Weitere Info zum Artikel auf evangelisch.de gibt es hier.

hola amigos del mundo de habla hispana

Con Alejandro estuvimos en un viaje de alrededor de 1800 km desde Sarre a Francia y Bélgica y finalmente terminamos en Sarrebruck nuevamente a través de Solingen. Encuéntralo aquí en nuestros nuevos blogs.
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Alejandro de las Islas Canarias ha estado en Sarre desde el sábado. Nuestra primera visita fue a Bernhard Leonardi en Basilica St. Johann en el centro de Saarbrücken. Entonces podríamos mostrarle nuestra mesa de juego para San Mateo y hoy estuvimos en Mimbach en el órgano Walcker desde 1860. Todo se explica con videos en nuestro blog.
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Los saludamos a todos y les enviamos los mejores deseos para el nuevo año a Centroamérica y, por supuesto, a España.
Para esta ocasión especial tenemos el catálogo "El órgano es el Rey de los instrumentos", creado en 1904 por Walcker y sus representantes en México. Eso se puede cargar aquí. [4.963 KB]
gerhard@walcker.com

Walcker's NEWs & BLOGs

Restaurierung pneum. Spieltisch für San Mateo

Zu diesem Spieltisch haben wir nun einen ergänzenden Blog eingefügt, mit Informationen aus dem Ellerhorst und einer finalen Zeichnung des Spieltisches.
http://blog.walcker.com/pneumatische-spieltische-ergaenzung

Nach rund 6 Wochen Arbeit sind wir endlich soweit die ersten Rohre in den Spieltisch einzuziehen. Wir gehen davon aus, dass man rund 80% der alten Bleirohre wieder verwenden kann, während alle Versorgungsrohre rettungslos verloren sind. Daneben sind 60 Membranen für die beiden Pedalkoppeln neu zu fertigen und einzubauen und 150 schmale Bälgchen für die Manuale und Manualkoppeln II/I, Sub II/I und SuperII/I. Hier auf unserem Blog gibt es weitere Bilder und Hinweise.

Moderne Schlichtheit und Tonvielfalt

Orgeln der Firma Walcker auf der Wesermarsch, ein Artikel der NWZONLINE.DE zeigt, dass auch heute noch Begeisterung über die von der Firma Walcker in den 1960er Jahren erschaffenen Werke herrscht. Die Orgelsachverständige Frau Natalia Gvozdkova beschreibt mit der Reporterin Sarah Schubert drei Orgeln in Nordenham, Burhave und Schweiburg. Interessante Meinungen zu einem schwierigen Thema: zum Artikel

Schöler-Orgel in Dörsdorf

Dieses wunderschöne Örgelchen mit I/13 wurde ursprünglich vom Orgelbauer Schöler im Jahr 1764 gebaut. Es wurde aber bis auf das Gehäuse vor Jahrzehnten komplett inclusive Pfeifenwerk neu erbaut. Momentan sind die klanglichen Mängel so groß, dass das Instrument kaum spielbar ist. Wir werden im Oktober die Orgel ausreinigen und klanglich wieder auf Vordermann bringen. Es handelt sich um ein Schleifladenorgel, im Prospekt befindet sich der Principal 4 Fuss. Weitere Beschreibung durch unseren Blog

Manual C-d3 =51
1. Principal 4 Fuss
2. Viol di Gamba 8 Fuss
3. Gedact 8 Fuss
4. Salicional 4 Fuss
5. Fleut travers 4 Fuss
6. Quint 3 Fuss
7. Kleingedact 4 Fuss
8. Octav 2 Fuss
9. Mixtur 3 fach
10. Trompeta 8 Fuss
11. Vox humana 8 Fuss

Pedal C-ds1 28 Tasten
12. Subbass 16 Fuss
13. Octavbass 8 Fuss

Die dreifache Gestalt einer Walcker-Orgel

Der neugotische Prospekt auf der rechten Seite stellt einen Entwurf dar, der mehr oder weniger für drei Orgeln auf Gran Canaria realisiert wurde.
Wir haben den Auftrag erhalten bei der Orgel für Opus 1990, II/10, p/p Taschen, Bj 1923 den Spieltisch in der Werkstatt zu restaurieren. Weitere Arbeiten ab nächstes Jahr wird der Einbau des Spieltisches und die Restaurierung des Pfeifenwerks sein. Für eine weitere Orgel, mit exakt der selben Gestaltung und Orgelanlage aber mit Kegelladen, sind wir momentan dabei die Kalkulation zu erstellen. Für eine dritte Orgel mit einem modifizierten Entwurf, rechts und links befanden sich nur 3 Principalpfeifen, kommt jede Hilfe zu spät, sie wurde vor 8 Jahren entsorgt, es handelte sich um die Kirche Inmaculado corazón de María.

Dispo in San Matero Op 1990, Bj 1932
I.Manual C-a3

1. Principal 8
2. Clarabella 8
3. Trompa 8
4. LLeno 3f

II.Manual i.SW C-a4
1. Bourdon 8
2. Dulciana 8
3. Voz celeste 8
4. Flauta 4
5. Vox humana 8
Tremolo

Pedal C-f1
1. Gran Bourdon 16
Copula II/I
Copula I/P
Copula II/P
Superoktav II/I
Octava basso II/I
expressivo pour le II.Man
Tutti

frei verfügbare historische Orgeln aus Schottland

so wie dieses nette Örgelchen aus 1830! in Howgate, Midlothian stehen weitere 12 historische Orgeln auf der brexitierenden Insel derzeit zur freien Verfügung. Wir haben diese Informationen von einem Orgelexperten in Schottland, der uns bei unserer Arbeit, eine Orgel von Schottland in den Libanon zu transferieren sehr geholfen hat. Nun, um allen Interessenten diese Infos zugänglich zu machen, haben wir den kompletten Satz auf unserem Blog Verfügbare Pfeifenorgeln aus Schottland mit Bildern und Dispo ausgebreitet. Nun aber, nichts wie hin, nach Schottland!

Ebenfalls als Blog geben wir unsere kurze Disputation über das Thema "Orgel-Spieltechniken" bekannt. Zwei nicht unbedingt unterschiedliche Auffassungen über Spieltrakturen und wie diese von verschiedenen Organisten interpretiert werden. Hochinteressant die Ausführungen des (nicht nur durch YouTube) bekannten Orgelspielers Küchler-Blessing zu einem Thema, das vor Jahrzehnten durchaus von großen Organisten anders gesehen wurde. Küchler-Blessing versus gwm

unsere Hausmitteilung 49

Ab und zu muss auch etwas tiefer über die eigene Arbeit reflektiert werden. Als unsere vergangenen Hausmitteilung 47, Sommer 2005 und 48, Frühling 2013 fertigstellten, waren keine vier Wochen vergangen, als wir die 200 Exemplare an den Mann gebracht hatten. Das letzte Heft wird vereinzelt heute noch verlangt, aber die Kosten sind zu hoch. Über ISBN 978-0-46-427717-0 können bei blurb die Hefte HM49 nachbestellt werden.

Das Heft ist diesmal DINA4 und hat 32 Seiten mit folgenden Inhalten: Kingussie, San Salvador, Bovesse, Hamburg Laeisz-Musikhalle, Barcelona, Alexandria, Kairo, Libanon, Cartago, Bukarest, Alves, Kiltarlity, Gran Canaria. Wir liefern das Heft Ende nächster Woche an alle Freunde und Bekannte aus, die sich danach erkundigt haben. Der Interessenkreis bewegt sich von Japan bis Mittelamerika, was will man mehr.

Neues in unserem Archiv

Die Walcker-Orgel Opus 416, gebaut 1882 mit mechanischen Kegelladen und herrlichem original erhaltenem Pfeifenwerk in der Klosterkirche St. Markus in Saulgau-Sießen ist in jedem Falle einen Besuch wert. Hier haben wir bis auf den Zinnprospekt, der 1986 von Mönch & Prachtel erneuert wurde, komplett erhaltenes Klangmaterial. Im II.Manual Hinterwerk befindet sich eine durchlagende Physharmonika, die durch eigene Mechanik gespielt wird. Interessant dürfte auch der Violonbaß 16' im Pedal sein, der von C-G mit 8'+5 1/3' akustisch gestaltet wurde. Die Orgel ein schönes Beispiel deutsch-schwäbischer Spätromantik. Hier zu finden.

Opus 1328 Hamburg Laeisz-Musikhalle

Diese Orgel wurde 1908 mit 74 Register auf III Manuale und Pedal und elektropneumatischer Traktur gebaut. Vor zwei Jahren kontaktierte mich der SV Steinhilber wegen der Pläne und Unterlagen aus dem Walcker-Archiv von dieser Orgel. Nun steht fest, dass zum krönendem Abschluß der Konzerthaus-Generalsanierung (Gesamtvolumen für die Sanierung rund 25 Millionen) in 2023 eine Rekonstruktion dieser Walcker-Orgel wieder erklingen soll. Die Beckerath-Orgel aus 1950 soll an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Die Walcker-Orgel aus 1908 wanderte von Hamburg nach Köln-Riehl, St. Engelbert, wo noch Teile vorhanden sein sollen. Man rechnet für die Rekonstruktion mit Kosten von rund 3.000.000 Euro.
Ich bin sehr skeptisch, im Zeitalter von Digital-und Materialtechnik einen Klang hinzubekommen, wie er vor dem I.WK üblich war. Zu einer Zeit, als wir noch Komponisten für Orgel hatten.

Walcker-Positiv D in Italien gelandet

Aus Italien erhielten wir diese positive Nachricht:
Guten Morgen. Ich habe bei Ihrer Firma eine Positivorgel von einem deutschen Orgelbauer gekauft. Die Orgel trägt das Opus 5221 und ich weiß, dass es in einer Dortmunder Kirche war. Ich glaube, es entspricht dem Positiv von Modell D und sollte zwischen 1967 und 1968 gebaut worden sein. Der Orgelbauer, der es mir verkauft hat, hat sehr gut darüber gesprochen.
Die Orgel wurde nach Italien gebracht und befindet sich heute in der Pfarrkirche von Carpignano Sesia (im Piemont). Die Orgel ist in gutem Zustand, wurde aufgeräumt und ich sage Ihnen, wie es sich anhört. Es ist eine gute Orgel, die ein neues musikalisches Leben beginnt!
Beste Grüße Prof. F.D. Organist
So wie es aussieht stand die Orgel in Dortmund-Dorstfeld und wurde unter Opus 4615 in Jahr 1963 gefertigt.

über Bälge...

Nachdem in Motherwell der Motorbalg durch einen Wasserschaden zerstört wurde, habe ich mich über die Feiertage etwas intensiver mit allen möglichen Balg-Konstruktionen beschäftigt. Das war übrigens schon lange geplant, deswegen kommt der Aufputz in ungewöhnlich detaillierter Form daher. Auf dem Internet gibt es zu Balg und seinen Konstruktionen und daraus folgenden

Windanlagen nicht viel zu finden, weil die meisten Orgelbauer sowieso der Meinung sind, ihre Bünde seien esoterischer Natur ähnlich der Illuminaten, da sei jeder noch so banale Handwerksgriff unter dem Siegel der totalen Verschwiegenheit am sichersten aufgehoben.
WEITER ZUM NEUEN BLOG "über Bälge..."

kompletter Walcker-Katalog 1902

Endlich kam die Zeit ein lange vorbereitetes Projekt zum Abschluss zu bringen: der Walcker-Prospekt aus 1902 mit rund 58 Seiten ist nun als online-Galerie verfügbar. Jede einzelne Seite kann als Bild heruntergeladen werden. Diese Bilder haben eine Auflösung von rund 450kB und sind somit in Schrift und Bild optimiert.
Im Jahr 1902 baute Walcker seine 1000ste Orgel nach Danzig. Im Prospekt sind nicht nur die "Riesen" wie Ulm, Boston oder Riga ausführlich dokumentiert, sondern es sind alle Orgeln aufgelistet, die Walcker bis zur Herausgabe des Katalogs 1902 gebaut hat. Hier die webadresse zur online-Galerie der Firma E.F.Walcker & Cie 1902.

english
Finally, the time came to complete a long-prepared project: the Walcker brochure from 1902 with around 58 pages is now available as an online gallery. Each single page can be downloaded as a picture. These images have a resolution of about 450kB and are thus optimized in writing and image.
In 1902 Walcker built his 1000th organ to Danzig. The brochure not only documents the "giants" such as Ulm, Boston or Riga in detail, but lists all the organs that Walcker built up to the publication of the catalog in 1902.
webadresse zur online-Galerie der Firma E.F.Walcker & Cie 1902.

kompletter Sauerkatalog 1929

Vor 90 Jahren hat Oscar Walcker, als damaliger Eigentümer der weltberühmten Orgelbaufirma Sauer einen Katalog erstellt, den wir von 3 Seiten abgesehen, komplett in Form einer Galerie in hoher Auflösung hier zeigen. Damit sind alle Dispositionen, Bilder und Erläuterungen des Verfassers bestens lesbar.
Jedes Bild kann mit Rechtsclick geladen werden. Besonderen Augenmerk verdienen die schönen Werkstattfotos und natürlich die Orgel der Jahrhunderthalle in Breslau. Das Titelblatt stammt übrigens als Aquarell von Oscar Walcker.

english
90 years ago, Oscar Walcker, as the owner of the world-famous organ builder Sauer, created a catalog, which we show here completely in the form of a gallery in high resolution. Thus, all specifications, pictures and explanations of the author are perfectly legible.
Each image can be loaded with right-click. The beautiful workshop photos and, of course, the organ of the Jahrhunderthalle in Breslau (Wroclaw) deserve special attention. Incidentally, the title page is a watercolor by Oscar Walcker.

Neues aus dem Libanon

Dear Gerhard,
I hope you are enjoying Scotland. Yesterday, we had an excellent concert with Klaus playing the organ and Dorothee Mühleisen playing the violin. It was outstanding. Klaus was very happy with the organ. He was amazed that the Oboe was still in tune, and he used it in the concert. This concert with the wonderful skill of Klaus revealed the outstanding beauty of the sounds of our organ.

Dorothee was amazing. Klaus only remarked that the touch of some keys is different, and asked me to ask you to check the touch next time you tune the organ. Thank you for this wonderful pipe organ which is truly a gift from God.
Best regards George
Link zu unserer website dieser Orgel

Neuigkeiten aus Bukarest, Athenäum

Ursula Philippi als Solistin an der Walcker-Orgel im Bukarester Athenäum,
(die von uns restaurierte Walcker-Orgel finden Sie hier...)
Dieses Charakteristikum des Dialogs war auch kennzeichnend für das zweite Werk des Konzertabends, Johann Gottfried Händels Konzert für Orgel und Orchester in B-Dur op. 7 Nr. 1 (HWV 306), das dieser im Februar 1740 zu Papier brachte und das bereits zehn Tage nach Vollendung der Komposition in London uraufgeführt wurde. Vor allem der groß angelegte erste Satz des viersätzigen Werkes (in der neuen Händel-Ausgabe besteht es aus fünf Sätzen), der außerdem durch sein obligates Pedal besticht, ist in besonderer Weise dialogisch angelegt, wobei die Orgel hier von Anfang an die Führung übernimmt und als treibende Kraft wirkt, während das Orchester im Sinne eben dieses Dialogs musikalisch reagiert und antwortet. Ursula Philippi schöpfte dabei den Klangreichtum der 1939 erbauten und 2008 renovierten Walcker-Orgel im Bukarester Athenäum voll aus, indem sie ihr stupendes organistisches Können vor allem auch in der Differenziertheit ihrer Registrierung aufblitzen ließ. Der Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester, der kompositorisch bereits angelegt ist, wurde dadurch noch reicher, vielfältiger und strahlender. Ohne Pause reihten sich die einzelnen Sätze des Orgelkonzerts unmittelbar aneinander,

sodass die Spannung des Händelschen Werkes während der ganzen Aufführung, bei der man die virtuose Manual- und Pedalbehandlung der Solistin vollauf genießen konnte, erhalten blieb, von den Anfangssätzen bis zum Schlusssatz, dem ein wunderbares instrumentales Rezitativ vorausgeht.

Um sich für den anhaltenden und verdienten Applaus zu bedanken – Solistin und Dirigent bekamen jeweils eine Rose überreicht, wobei den gleich darauf eingehändigten großen Blumenstrauß merkwürdigerweise der Herr erhielt –, setzte sich Ursula Philippi noch einmal an den Spieltisch und zelebrierte, dabei in B-Dur bleibend, den Schlusssatz „allegro maestoso“ der vierten der insgesamt sechs Orgelsonaten op. 65 (MWV 59) von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit majestätischen Akkorden ließ Ursula Philippi bei dieser Zugabe die beeindruckende Klangfülle der Walcker-Orgel noch erhabener erstrahlen, gerade mit dem Werk jenes deutschen Komponisten, der sich in der deutschen Musikgeschichte nicht nur um die Renaissance der Werke von Bach und Händel verdient gemacht hat, sondern überdies um die Reinthronisierung der Königin der Instrumente ein ganzes Säkulum nach dem Ende des musikalischen Barock.
(aus der Deutschen Zeitung für Rumänien)

Weltreisen in Sachen Orgel ....

auf einer Walcker in Alexandria

07.12.18 bis 17.12.18 Khirbet- Beirut- Kairo- Alexandria eine Reise über 8 Orgeln. In unserem Blog Orgelbauer auf Abwegen von Asien nach Afrika wird in hoher Dosis Orgelgeschichte erzählt und zwar wird ein Altes neu durchleuchtet. Die Wenigsten wissen, dass z.B. der Sinai zu Asien, während Restägypten zu Afrika zählt. Also der Libanon ist asiatisch und das Bekaa-Delta ist mit gutem grünem Libanesen gesegnet, was ganz schöne Komplikationen hervorbringen kann, wenn man zuviel davon erzählt, also schweigt man hier laut!
03.12.18 nach 30 Reisestunden wieder im heimischen Bliesransbach gelandet.
01.12.18 San Salvador,
gleich nach unserem letzten Blog 11 gehts nach kurzer Ruhepause wieder zurück nach Old Germany. Da hatten wir nur wenig Zeit ein 3min Video über einen Marsch von Wendy's zur Kirche zu zeigen.
24.11.18 San Salvador, mit unserem 10.Blog, dem vorletzten dieser Reihe, der nach dem Einbau der letzten Pfeifen geschrieben wurde, gehen wir langsam auf Verabschiedungskurs.
18.11.18 San Salvador, unser 9.Blog, Metaphysik am Rande des Vulkans, mit Bildern aus Besuchen des Botschafters und Konsul, aber auch ein Kurzvideo durch die erlöste Stadt oder der Hauptstadt von Mord und Totschlag...

San Salvador Presse

Alemanes devuelven a la vida el legendario órgano de la Basílica de Guadalupe
El instrumento que pasó más de 30 años deteriorado volverá a deleitar con melodías a partir del 1ro de diciembre, cuando sea reestrenado. De fabricación alemana es único en El Salvador y fue donado a la parroquia Nuestra Señora de Guadalupe, conocido como La Ceiba, en 1952 por la familia Safie. Link zum Zeitungsartikel mit Bilder

Die Deutschen erwecken die legendäre Orgel der Basilika von Guadalupe wieder zum Leben
Das Instrument, das seit mehr als 30 Jahre unspielbar war, wird am 1. Dezember wieder veröffentlicht und dann wieder mit neuen Melodien begeistern. Dieses "Made in Germany" instrument ist die einzige Orgel in El Salvador und wurde 1952 von der Familie Safie an die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Guadalupe (La Ceiba) gespendet. Link zum Zeitungsartikel mit Bilder

zur Murrhardter Stadtkirchenorgel

Zu meinem Artikel "Murrhardt & die sieben Schwaben" hat sich der zuständige Orgelsachverständige B. Goethe gemeldet. Seine ausführliche Stellungnahme gibts auf unserem Blog. Mein ökologischer Einwand wurde allerdings schlicht übergangen. Zu Goethes Stellungnahme haben wir eine ganze Latte an Kommentaren erhalten, die alles andere als Verständnis für dessen Darlegung offenbarten. Außerdem wurde uns die CD "Helmut Bornefeld- Das Choralwerk" aus 1988 geschickt, die wir aus lauter Begeisterung hier gleich hochgeladen haben. Sowohl Booklett und Musik können dort heruntergeladen werden. Wir haben außerdem in einem Blog dazu Stellung bezogen.

Walcker-Orgel in Edinburgh Bj 1902

Great (in bass case on left)
1. Open Diapason 8 (most facade pipes
2. Hohl Flote 8
3. Dolce 8
4. Octave 4
5. Harmonic Flute 4

Swell (in treble case on right)
6. Lieblich Gedeckt 16
7. Lieblich Gedeckt 8
8. Geigen Principal 8
9. Aeoline 8
10. Voix Celeste 8
11. Geigen Principal 4
12. Horn 8

Pedal
13. Open Diapason 16 (partly metal
14. Subbass 16 (wooden, in left hand, bass case)

Couplers (stops under Great keyboard)
Swell to Great
Swell to Pedal
Great to Pedal
Swell Super Octave
Great Super Octave

Eberhard Friedrich Walcker Geburtshaus

Bilder seltsamer Orgelpfeifen – strange organ pipes

Wir haben für eine kleine Ausstellung unsere eingemotteten Pfeifen, die man so im Laufe der Jahre gesammelt hat, etwas aufpoliert und dabei fotografiert. Hier nun der erste Satz mit seltenen Holzpfeifen ( ich würde sagen, man findet davon in modernen … Weiterlesen

Der Beitrag Bilder seltsamer Orgelpfeifen – strange organ pipes erschien zuerst auf blog.walcker.com.


AeolineBlog

Cor anglais in der Schyven-Orgel zu San José

Das Cor anglais 8′ im II.Manual (Positif) der dreimanualigen, mechanischen Schyvenorgel war mindestens seit 50 Jahren unspielbar. Und es ist auch jetzt nicht unbedingt ein ausgeglichenes Musterbeispiel für durchschlagende Zungen. Aber wir konnten in Anbetracht sehr begrenzter Zeit wenigstens die … Weiterlesen

Eberhard Friedrich Blog

Eberhard Friedrich Walckers Stellungnahme gegen Pneumatik & pro Barker

Von dieser Stellungnahme aus dem Jahre 1868 haben wir hier ein Abschrift, aus der man die Schlussfolgerung des Meisters nachvollziehen kann. Es spricht sich ausdrücklich für den Barkerhebel aus und gegen die von dem Briefpartner bevorzugten und angebotenen pneumatischen Registertraktur. … Weiterlesen

OrgelbuchBlog

Die Orgel – eine seltsame Kulturgeschichte

zu Karl-Heinz Göttert „Orgel – Kulturgeschichte eines monumentalen Instruments“ Nein, ich habe mir dieses Buch nicht gekauft, es wurde mir wegen irgendwelchen Bildern, die aus unserer Webseite dort Verwendung fanden, einfach so zugeschickt. Jedoch habe ich noch nie ein Orgelbuch … Weiterlesen

Opus séquentiellement