Walcker-Orgelbau seit 1780

sich wundern und weitergehen

Ja, es gibt schon Orgeln aus den 60erJahren, da bleibt einem nicht viel mehr übrig, als sich zu wundern. Dabei meine ich noch nicht einmal das nette Örgelchen, das in diesem Beitrag gezeigt wird, einer Kegelladen-Orgel, die klanglich ihre Bösartigkeiten hat.
Wir konnten dieses Instrument vergangene Woche mit anderen Instrumenten besichtigen, um Kostenanschläge dafür abzugeben.
Das erste Argument bei solchen Besichtigungen ist ja immer, ob diese Orgeln lückenlos und damit vollständig spielbar sind, bevor man in eine Klanganalyse geht, die sowieso bei jedem anders ausfällt.
Aber wir beobachten immer mehr, dass die Instrumente der 60er Jahre in Pflege und Gebrauch vernachlässigt werden und im Hintergrund der drohende Zeigefinger auftaucht, ein E-Instrument für 5tausend her zutun, um dann die letzten Kulturfäden abzuschneiden.
Mit Bequemlichkeit einen hoch diffizilen Kultus und Brauch abzuwickeln, das tut weh, aber heutzutage wo wesentlich Technokraten das Marktverhalten der Priester diktieren, erwarten wir ohnehin nicht, dass man plötzlich wieder von Tiefgang zu reden beginnt. Man sehe sich nur einmal den deutschen Orgelbau an, der sich vor der Hohlköpfigkeit einer Jäger & Brommer Verkaufmasche gebeugt hat, um im "Buch der Krönung des deutschen Orgelbaus" seine Anzeige für den Gegenwert für rund 800,-- Euro pro Firma platzieren zu dürfen.
Da sind Dinge im Gang, die einem die Freude an der Orgel und ihre Vielfalt schon kräftig verleiten würden, wäre da nicht ein größeres Heer an sensiblen Organisten, die diese Show erst gar nicht mitmachen.
Schade ist, dass heutzutage das Flache die Tiefe denunziert, ohne, dass es kaum einer merkt. Dennoch haben wir die großartige existentielle Change uns für das eine oder andere entscheiden zu dürfen.
gwm

Walcker's NEWs & BLOGs

Auftrag San Mateo, Gran Canaria

Bei dieser Orgel auf den kanarischen Inseln (Op 1990, Bj 1923, II/10 mit pneum. Taschenladen) sind wir beauftragt worden den ortsansässigen Orgelbauer mit Material und technischer Hilfestellung zu unterstützen, weswegen ich im August dorthin fliegen werde. Die bisher uns zugesandten Fotos zeigen, dass das Instrument ganz gut erhalten ist und mit dem Austausch der Lederteile und Nachlieferung einiger Pfeifen das meiste erledigt sein dürfte.

I.Manual C-a3
1. Principal 8
2. Clarabella 8
3. Trompa 8
4. LLeno 3f

II.Manual i.SW C-a4
1. Bourdon 8
2. Dulciana 8
3. Voz celeste 8
4. Flauta 4
5. Vox humana 8
Tremolo

Pedal C-f1
1. Gran Bourdon 16

Neues in unserem Archiv

Die Walcker-Orgel Opus 416, gebaut 1882 mit mechanischen Kegelladen und herrlichem original erhaltenem Pfeifenwerk in der Klosterkirche St. Markus in Saulgau-Sießen ist in jedem Falle einen Besuch wert. Hier haben wir bis auf den Zinnprospekt, der 1986 von Mönch & Prachtel erneuert wurde, komplett erhaltenes Klangmaterial. Im II.Manual Hinterwerk befindet sich eine durchlagende Physharmonika, die durch eigene Mechanik gespielt wird. Interessant dürfte auch der Violonbaß 16' im Pedal sein, der von C-G mit 8'+5 1/3' akustisch gestaltet wurde. Die Orgel ein schönes Beispiel deutsch-schwäbischer Spätromantik. Hier zu finden.

Opus 1328 Hamburg Laeisz-Musikhalle

Diese Orgel wurde 1908 mit 74 Register auf III Manuale und Pedal und elektropneumatischer Traktur gebaut. Vor zwei Jahren kontaktierte mich der SV Steinhilber wegen der Pläne und Unterlagen aus dem Walcker-Archiv von dieser Orgel. Nun steht fest, dass zum krönendem Abschluß der Konzerthaus-Generalsanierung (Gesamtvolumen für die Sanierung rund 25 Millionen) in 2023 eine Rekonstruktion dieser Walcker-Orgel wieder erklingen soll. Die Beckerath-Orgel aus 1950 soll an anderer Stelle wieder aufgebaut werden.
Die Walcker-Orgel aus 1908 wanderte von Hamburg nach Köln-Riehl, St. Engelbert, wo noch Teile vorhanden sein sollen. Man rechnet für die Rekonstruktion mit Kosten von rund 3.000.000 Euro.
Ich bin sehr skeptisch, im Zeitalter von Digital-und Materialtechnik einen Klang hinzubekommen, wie er vor dem I.WK üblich war. Zu einer Zeit, als wir noch Komponisten für Orgel hatten.

Walcker-Positiv D in Italien gelandet

Aus Italien erhielten wir diese positive Nachricht:
Guten Morgen. Ich habe bei Ihrer Firma eine Positivorgel von einem deutschen Orgelbauer gekauft. Die Orgel trägt das Opus 5221 und ich weiß, dass es in einer Dortmunder Kirche war. Ich glaube, es entspricht dem Positiv von Modell D und sollte zwischen 1967 und 1968 gebaut worden sein. Der Orgelbauer, der es mir verkauft hat, hat sehr gut darüber gesprochen.
Die Orgel wurde nach Italien gebracht und befindet sich heute in der Pfarrkirche von Carpignano Sesia (im Piemont). Die Orgel ist in gutem Zustand, wurde aufgeräumt und ich sage Ihnen, wie es sich anhört. Es ist eine gute Orgel, die ein neues musikalisches Leben beginnt!
Beste Grüße Prof. F.D. Organist
So wie es aussieht stand die Orgel in Dortmund-Dorstfeld und wurde unter Opus 4615 in Jahr 1963 gefertigt.

über Bälge...

Nachdem in Motherwell der Motorbalg durch einen Wasserschaden zerstört wurde, habe ich mich über die Feiertage etwas intensiver mit allen möglichen Balg-Konstruktionen beschäftigt. Das war übrigens schon lange geplant, deswegen kommt der Aufputz in ungewöhnlich detaillierter Form daher. Auf dem Internet gibt es zu Balg und seinen Konstruktionen und daraus folgenden

Windanlagen nicht viel zu finden, weil die meisten Orgelbauer sowieso der Meinung sind, ihre Bünde seien esoterischer Natur ähnlich der Illuminaten, da sei jeder noch so banale Handwerksgriff unter dem Siegel der totalen Verschwiegenheit am sichersten aufgehoben.
WEITER ZUM NEUEN BLOG "über Bälge..."

kompletter Walcker-Katalog 1902

Endlich kam die Zeit ein lange vorbereitetes Projekt zum Abschluss zu bringen: der Walcker-Prospekt aus 1902 mit rund 58 Seiten ist nun als online-Galerie verfügbar. Jede einzelne Seite kann als Bild heruntergeladen werden. Diese Bilder haben eine Auflösung von rund 450kB und sind somit in Schrift und Bild optimiert.
Im Jahr 1902 baute Walcker seine 1000ste Orgel nach Danzig. Im Prospekt sind nicht nur die "Riesen" wie Ulm, Boston oder Riga ausführlich dokumentiert, sondern es sind alle Orgeln aufgelistet, die Walcker bis zur Herausgabe des Katalogs 1902 gebaut hat. Hier die webadresse zur online-Galerie der Firma E.F.Walcker & Cie 1902.

english
Finally, the time came to complete a long-prepared project: the Walcker brochure from 1902 with around 58 pages is now available as an online gallery. Each single page can be downloaded as a picture. These images have a resolution of about 450kB and are thus optimized in writing and image.
In 1902 Walcker built his 1000th organ to Danzig. The brochure not only documents the "giants" such as Ulm, Boston or Riga in detail, but lists all the organs that Walcker built up to the publication of the catalog in 1902.
webadresse zur online-Galerie der Firma E.F.Walcker & Cie 1902.

kompletter Sauerkatalog 1929

Vor 90 Jahren hat Oscar Walcker, als damaliger Eigentümer der weltberühmten Orgelbaufirma Sauer einen Katalog erstellt, den wir von 3 Seiten abgesehen, komplett in Form einer Galerie in hoher Auflösung hier zeigen. Damit sind alle Dispositionen, Bilder und Erläuterungen des Verfassers bestens lesbar.
Jedes Bild kann mit Rechtsclick geladen werden. Besonderen Augenmerk verdienen die schönen Werkstattfotos und natürlich die Orgel der Jahrhunderthalle in Breslau. Das Titelblatt stammt übrigens als Aquarell von Oscar Walcker.

english
90 years ago, Oscar Walcker, as the owner of the world-famous organ builder Sauer, created a catalog, which we show here completely in the form of a gallery in high resolution. Thus, all specifications, pictures and explanations of the author are perfectly legible.
Each image can be loaded with right-click. The beautiful workshop photos and, of course, the organ of the Jahrhunderthalle in Breslau (Wroclaw) deserve special attention. Incidentally, the title page is a watercolor by Oscar Walcker.

Neues aus dem Libanon

Dear Gerhard,
I hope you are enjoying Scotland. Yesterday, we had an excellent concert with Klaus playing the organ and Dorothee Mühleisen playing the violin. It was outstanding. Klaus was very happy with the organ. He was amazed that the Oboe was still in tune, and he used it in the concert. This concert with the wonderful skill of Klaus revealed the outstanding beauty of the sounds of our organ.

Dorothee was amazing. Klaus only remarked that the touch of some keys is different, and asked me to ask you to check the touch next time you tune the organ. Thank you for this wonderful pipe organ which is truly a gift from God.
Best regards George
Link zu unserer website dieser Orgel

Neuigkeiten aus Bukarest, Athenäum

Ursula Philippi als Solistin an der Walcker-Orgel im Bukarester Athenäum,
(die von uns restaurierte Walcker-Orgel finden Sie hier...)
Dieses Charakteristikum des Dialogs war auch kennzeichnend für das zweite Werk des Konzertabends, Johann Gottfried Händels Konzert für Orgel und Orchester in B-Dur op. 7 Nr. 1 (HWV 306), das dieser im Februar 1740 zu Papier brachte und das bereits zehn Tage nach Vollendung der Komposition in London uraufgeführt wurde. Vor allem der groß angelegte erste Satz des viersätzigen Werkes (in der neuen Händel-Ausgabe besteht es aus fünf Sätzen), der außerdem durch sein obligates Pedal besticht, ist in besonderer Weise dialogisch angelegt, wobei die Orgel hier von Anfang an die Führung übernimmt und als treibende Kraft wirkt, während das Orchester im Sinne eben dieses Dialogs musikalisch reagiert und antwortet. Ursula Philippi schöpfte dabei den Klangreichtum der 1939 erbauten und 2008 renovierten Walcker-Orgel im Bukarester Athenäum voll aus, indem sie ihr stupendes organistisches Können vor allem auch in der Differenziertheit ihrer Registrierung aufblitzen ließ. Der Dialog zwischen Soloinstrument und Orchester, der kompositorisch bereits angelegt ist, wurde dadurch noch reicher, vielfältiger und strahlender. Ohne Pause reihten sich die einzelnen Sätze des Orgelkonzerts unmittelbar aneinander,

sodass die Spannung des Händelschen Werkes während der ganzen Aufführung, bei der man die virtuose Manual- und Pedalbehandlung der Solistin vollauf genießen konnte, erhalten blieb, von den Anfangssätzen bis zum Schlusssatz, dem ein wunderbares instrumentales Rezitativ vorausgeht.

Um sich für den anhaltenden und verdienten Applaus zu bedanken – Solistin und Dirigent bekamen jeweils eine Rose überreicht, wobei den gleich darauf eingehändigten großen Blumenstrauß merkwürdigerweise der Herr erhielt –, setzte sich Ursula Philippi noch einmal an den Spieltisch und zelebrierte, dabei in B-Dur bleibend, den Schlusssatz „allegro maestoso“ der vierten der insgesamt sechs Orgelsonaten op. 65 (MWV 59) von Felix Mendelssohn Bartholdy. Mit majestätischen Akkorden ließ Ursula Philippi bei dieser Zugabe die beeindruckende Klangfülle der Walcker-Orgel noch erhabener erstrahlen, gerade mit dem Werk jenes deutschen Komponisten, der sich in der deutschen Musikgeschichte nicht nur um die Renaissance der Werke von Bach und Händel verdient gemacht hat, sondern überdies um die Reinthronisierung der Königin der Instrumente ein ganzes Säkulum nach dem Ende des musikalischen Barock.
(aus der Deutschen Zeitung für Rumänien)

Weltreisen in Sachen Orgel ....

auf einer Walcker in Alexandria

07.12.18 bis 17.12.18 Khirbet- Beirut- Kairo- Alexandria eine Reise über 8 Orgeln. In unserem Blog Orgelbauer auf Abwegen von Asien nach Afrika wird in hoher Dosis Orgelgeschichte erzählt und zwar wird ein Altes neu durchleuchtet. Die Wenigsten wissen, dass z.B. der Sinai zu Asien, während Restägypten zu Afrika zählt. Also der Libanon ist asiatisch und das Bekaa-Delta ist mit gutem grünem Libanesen gesegnet, was ganz schöne Komplikationen hervorbringen kann, wenn man zuviel davon erzählt, also schweigt man hier laut!
03.12.18 nach 30 Reisestunden wieder im heimischen Bliesransbach gelandet.
01.12.18 San Salvador,
gleich nach unserem letzten Blog 11 gehts nach kurzer Ruhepause wieder zurück nach Old Germany. Da hatten wir nur wenig Zeit ein 3min Video über einen Marsch von Wendy's zur Kirche zu zeigen.
24.11.18 San Salvador, mit unserem 10.Blog, dem vorletzten dieser Reihe, der nach dem Einbau der letzten Pfeifen geschrieben wurde, gehen wir langsam auf Verabschiedungskurs.
18.11.18 San Salvador, unser 9.Blog, Metaphysik am Rande des Vulkans, mit Bildern aus Besuchen des Botschafters und Konsul, aber auch ein Kurzvideo durch die erlöste Stadt oder der Hauptstadt von Mord und Totschlag...

San Salvador Presse

Alemanes devuelven a la vida el legendario órgano de la Basílica de Guadalupe
El instrumento que pasó más de 30 años deteriorado volverá a deleitar con melodías a partir del 1ro de diciembre, cuando sea reestrenado. De fabricación alemana es único en El Salvador y fue donado a la parroquia Nuestra Señora de Guadalupe, conocido como La Ceiba, en 1952 por la familia Safie. Link zum Zeitungsartikel mit Bilder

Die Deutschen erwecken die legendäre Orgel der Basilika von Guadalupe wieder zum Leben
Das Instrument, das seit mehr als 30 Jahre unspielbar war, wird am 1. Dezember wieder veröffentlicht und dann wieder mit neuen Melodien begeistern. Dieses "Made in Germany" instrument ist die einzige Orgel in El Salvador und wurde 1952 von der Familie Safie an die Pfarrkirche Unserer Lieben Frau von Guadalupe (La Ceiba) gespendet. Link zum Zeitungsartikel mit Bilder

zur Murrhardter Stadtkirchenorgel

Zu meinem Artikel "Murrhardt & die sieben Schwaben" hat sich der zuständige Orgelsachverständige B. Goethe gemeldet. Seine ausführliche Stellungnahme gibts auf unserem Blog. Mein ökologischer Einwand wurde allerdings schlicht übergangen. Zu Goethes Stellungnahme haben wir eine ganze Latte an Kommentaren erhalten, die alles andere als Verständnis für dessen Darlegung offenbarten. Außerdem wurde uns die CD "Helmut Bornefeld- Das Choralwerk" aus 1988 geschickt, die wir aus lauter Begeisterung hier gleich hochgeladen haben. Sowohl Booklett und Musik können dort heruntergeladen werden. Wir haben außerdem in einem Blog dazu Stellung bezogen.

Walcker-Orgel in Edinburgh Bj 1902

Great (in bass case on left)
1. Open Diapason 8 (most facade pipes
2. Hohl Flote 8
3. Dolce 8
4. Octave 4
5. Harmonic Flute 4

Swell (in treble case on right)
6. Lieblich Gedeckt 16
7. Lieblich Gedeckt 8
8. Geigen Principal 8
9. Aeoline 8
10. Voix Celeste 8
11. Geigen Principal 4
12. Horn 8

Pedal
13. Open Diapason 16 (partly metal
14. Subbass 16 (wooden, in left hand, bass case)

Couplers (stops under Great keyboard)
Swell to Great
Swell to Pedal
Great to Pedal
Swell Super Octave
Great Super Octave

Eberhard Friedrich Walcker Geburtshaus

Regen in Schottland..

?ist in der Regel keine Auffälligkeit, der man besondere Beachtung schenken sollte. Aber wer nahezu 4 Wochen in einem der schönsten Landschaften des nördlichen Europa tätig sein darf, der hofft natürlich, dass er hin und wieder eine lachende Sonne zu … Weiterlesen

Der Beitrag Regen in Schottland.. erschien zuerst auf blog.walcker.com.


AeolineBlog

Cor anglais in der Schyven-Orgel zu San José

Das Cor anglais 8′ im II.Manual (Positif) der dreimanualigen, mechanischen Schyvenorgel war mindestens seit 50 Jahren unspielbar. Und es ist auch jetzt nicht unbedingt ein ausgeglichenes Musterbeispiel für durchschlagende Zungen. Aber wir konnten in Anbetracht sehr begrenzter Zeit wenigstens die … Weiterlesen

Eberhard Friedrich Blog

Eberhard Friedrich Walckers Stellungnahme gegen Pneumatik & pro Barker

Von dieser Stellungnahme aus dem Jahre 1868 haben wir hier ein Abschrift, aus der man die Schlussfolgerung des Meisters nachvollziehen kann. Es spricht sich ausdrücklich für den Barkerhebel aus und gegen die von dem Briefpartner bevorzugten und angebotenen pneumatischen Registertraktur. … Weiterlesen

OrgelbuchBlog

Die Orgel – eine seltsame Kulturgeschichte

zu Karl-Heinz Göttert „Orgel – Kulturgeschichte eines monumentalen Instruments“ Nein, ich habe mir dieses Buch nicht gekauft, es wurde mir wegen irgendwelchen Bildern, die aus unserer Webseite dort Verwendung fanden, einfach so zugeschickt. Jedoch habe ich noch nie ein Orgelbuch … Weiterlesen

Marcel Rode berichtet aus Costa Rica

Marcel Rode hat mehrere Orgelkonzerte in Cartago und San José gegeben.
Erfreut nehmen wir seine Berichte dazu entgegen:

Catedral San José
Das Konzertprogramm konnte an dem Instrument sehr gut umgesetzt werden.
Hauptwerk und Schwellwerk spielen sich sehr angenehm, das Pedal hat einige Aussetzer bzw. Töne die etwas verspätet kommen.
Der „Gesamtklang“ des Instruments ist fantastisch und lässt wirklich ein Juwel vermuten.
Hier ist einfach eine grundlegende Restaurierung notwendig.
Was ich nicht verstehe:Man hat dieses tolle und in großen Teilen funktionierende Instrument und stellt in den Chorraum eine dieser elektronischen Orgeln? Während meiner Vorbereitung an der Orgel waren 2 Messen die ein Organist an diesem Lautsprecher mit Tasten begleitete. Schauerlich und für mich nicht nachvollziehbar.
Herr Saborio spielt immer sonntags in der Cathedrale und dann an der „richtigen“ Orgel, alle anderen Organisten nutzen werktags die „Chororgel“.

Basilika Cartago
Ein fantastisches und absolut fehlerfrei funktionierendes Instrument!
Das Nachstimmen der Zungen war nicht notwendig, alles perfekt!
Hier machte das Interpretieren der Werke von Sherwood richtig Spaß und
das Konzert war viel zu schnell vorbei. ;-)
Auch dieses Konzert wurde im Radio übertragen.
Zu den Konzerten in Cartago wird jeweils ein Artikel in der La Nación (den Journalisten kennen sie ja), Cartago al Dia (Esteban Leiva) und einem 2-monatigen Magazin (Rita Leiva).

Ihr Marcel Rode

Opus séquentiellement