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AeolineBlog Orgelpfeifen der Romantik

Auf unserem Pfeifenblog erscheinen sowohl Tabellen aus den Werkstätten der Firma Walcker, Mensurzeichnungen, aber auch ganz gewöhnliche Dinge, wie der tägliche Kampf um "halbwegs anständige" Orgelklänge. Und da spielen oft völlig nebensächliche Erfahrungen mit hinein, die man gelegentlich aufschreibt und gerne zeigt.

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Cor anglais in der Schyven-Orgel zu San José

Das Cor anglais 8′ im II.Manual (Positif) der dreimanualigen, mechanischen Schyvenorgel war mindestens seit 50 Jahren unspielbar. Und es ist auch jetzt nicht unbedingt ein ausgeglichenes Musterbeispiel für durchschlagende Zungen. Aber wir konnten in Anbetracht sehr begrenzter Zeit wenigstens die unteren drei Oktaven zu sprechen bringen. Leider fehlen im Diskant einige Pfeifen, so dass hier […]

Doppelflöte 8′ und Bourdon 16′ Motherwell Opus 876

Der Bourdon 16′ dieser Orgel mit Baujahr 1900 ist wohl der tragendste und grundvollste Bourdon, an den ich mich erinnern kann. Ich habe es aufgegeben selbst mit guten Mikrophonen diese Klänge in digitale Klänge umwandeln zu wollen. Das Geheimnis nämlich ist weniger der direkte meßbare Frequenzumfang und das, was man auch in dicken Baßboxen überführen […]

Die Oboe 8 in der Walcker-Orgel in Kairo

Oboen sind bei kleineren Orgeln immer Glanzpunkte, die auch meist vom Intonationsvermögen des Erbauers Kunde tun. Daher war ich anfangs sehr skeptisch ein äußerst lädiertes Pfeifenregister hier vorzufinden, dass freudlos die Flügel hängen ließ und bei dem mehr als 12 Pfeifen gefehlt haben.   Wir haben es hier mit konischen, deutschen Kehlen zu tun, die […]

Das Geheimnis der Walckerschen Concertfloete in Cairo

Es war ein hartes Stück Arbeit, bevor wir irgendeinen Ton dieses seltsamen Registers hören konnten. Der Stock der Töne C-H war zersägt worden, etwa 4 Pfeifen aus der Mittellage fehlten, und wie allgemein bekannt, waren alle Relais und ein erheblicher Teil der Windladen-Unterbretter zerstört. Die Holzpfeifen C-f erklangen übel gelaunt, als man sie das erste […]

Dolce 8′ versus Viola d Gamba

Von der Dolce 8′ des I.Manuals (von Hauptwerk mag man bei fünf Registern kaum sprechen) waren überraschend viele Pfeifen vorhanden. Und zwar gab es von c-a4 nur eine fehlende Pfeife und leider die große Oktave C-H mussten wir gegen ein Gedackt aus unserem Bestand auffüllen. Werkbuch Walcker „op.1668 Cairo“ Die größte Überraschung aber war der […]

Ungewöhnliche Pfeifenformen in der Walcker-Orgel Op.3642 in Berlin-Matthäuskirche

Die Orgel der Berliner Matthäuskirche wurde 1958 unter der Opuszahl 3642 gebaut mit II/41. Die Dispo ist nachfolgend:       Es handelt sich bei der Orgel um eine Dispo-Mensuren Gestaltung des Gelehrtenteams Schulze-Kühn aus Berlin, die ein typisches Kind ihrer  Zeit war, mit dem Hintergedanken, durch synthetische Teiltöne möglichst das gesamte Farbspektrum der Orgel […]

Walcker-Zungen der späten Orgelbewegung

Ein 4Seiten-Blatt über Zungenregister, wohl herausgebracht um 1950, hat uns Lehrlinge bei Walcker sehr interessiert. Es waren die verschiedenen Becherformen von Zungenpfeifen und die Beschreibung der Klänge. Auch geht daraus hervor, dass man bei Walcker, mit Sicherheit auf Initiative Oscar Walckers, bei den Zungen mehr am englischen Orgelbau orientiert war (zumindest bei der Oboe) als […]

Crescendo – Decrescendo auf einer Neobarock-Orgel

Maestro Licata hat mir während der Orgelprobe gesagt, dass er es außerordentlich findet, wie das Crescendo – Decrescendo dieser Orgel mit den neuesten Arbeiten gewonnen habe, und wir haben heute die aufgenommenen Klangbeispiele untersucht und gefunden, dass es tatsächlich sehr gewonnen hat. Die Gründe dafür sind, dass man alle leisen Achtfüsser soweit es überhaupt ging, […]

Orgel Stimmen mit dem iPad

Stimmen mit dem iPAD Das Stimmen einer Orgel ist keine einfache Sache. Je mehr Register und je mehr gemischte Stimmen in dieser Orgel vorhanden sind, desto größere Schwierigkeiten treten auf, weil auch letztendlich der beste Stimmer seine Ermüdungserscheinungen hat und dann Konzertrationsstörungen zu unschönen Erscheinungen führen können und weil die Möglichkeiten der Störung bei größeren […]

Grundlagen der klassischen italienischen Orgel und ihre Parallelen in Santa Cecilia

Von Ferdinand Klinda gibt es das hervorragende Buch „Orgelregistrierungen- Die Klanggestaltung der Orgelmusik“ erschienen 1987 in Breitkopf &Härtel, das sich mit der Registrierung und Klanggestalt der italienischen Orgel auseinandersetzt. Jedenfalls habe ich bisher noch nicht so klar und verständig über diese Thematik gelesen. Daher möchte ich diesen Auszug hier zeigen. Er ist begleitet von einigen […]

Die romantische Tamburini-Orgel aus 1930 in Rom, Ambrocio e Carlo

Diese wunderschöne Orgel, restauriert von Luigi Lombardo im jahr 2009, stellt eine mustergültige Antwort auf die Frage, was denn romantischer-italienischer Orgelbau an Orgeln gebracht hat. Luigi wird übrigens, auf meine spontane Einladung hin, im Januar einige Tage bei unserer neobarocken Tamburini im Conservatorio nur wenige hundert Meter entfernt von Ambrocio e Carlo mitarbeiten. Hier die […]

Mixtura 14fach und andere Gemeinheiten

Sehr oft wird man belehrt, dass das Wissen um Mixturen, dem geheimnisvollen Stoff aus dem die großen Tutti- und andere Plenen bestehen, ein ebensolch großes Rätsel bleibt. Auch wenn heutzutage alle Welt von Wissen redet.   (an diesem Bild sehen wir in erster Reihe den Principal 8′ von Walcker, das Prospektregister, dann die Mixtur 4fach, […]

Erforschung und Planung des Orgelklanges (Ising, Berlin 1971)

Der hier in PDF-Format vorgelegte Artikel eines Dipl. Ingenieurs, erschienen in der Walcker-Hausmitteilung Nr. 42 1971, zeigt nicht nur die Denkmuster im Orgelbau jener Zeit, sondern es sind teilweise Denkansätze und Grundlagen des Orgelbaus der Gegenwart, die auf einer geraden Linie von Helmholtz (1877) bis hin zum Fraunhofer Institut , Judith Angster, führen. In der […]

Pfeifen bei Tamburini, das III.Manual in Rom 03

Die Oboe 8 im III.Manual dieser Tamburini-Orgel in S.Cecilia dürfte eines der interessantesten Zungenregister der Orgel sein, vielleicht von Bombarde 16 ausgenommen. Daher habe ich die Aufzeichnungen hier ausführlich gemacht. Wir haben beim C einen konischen engen Kupferbecher mit einer Länge von 2140mm und Durchmesser von 65mm. Ab A sind die Becher mit einem doppelten […]

Pfeifen bei Tamburini, das III.Manual in Rom 02

Die Trompete 8 III.Manual weist keine nennenswerten Besonderheiten auf. Wir haben hier ja Winddrücke unter 50mm WS und einen recht kleinen Saal, so dass die Mensur, Durchmesser 98mm C, Länge 2260 des Kupferbechers, Dicke Zungenblatt 0,52mm, nicht verwundern. Ich habe im vorigen Blog darauf hingewiesen, dass hier seltsame Überlappungen von Kupferblech bei den Pfeifen und […]

Pfeifen bei Tamburini, das III.Manual in Rom 01

Mit den nachfolgenden Fotos beginne ich, das Pfeifenwerk der Orgel in SANTA CECILIA, ROMA, vorzustellen. Das III.Manual hat zwei Schleifladen und separate elektrische Laden für Bourdon 16, Musette 16, Rankett 16. Wobei die von vorne ganz links gesehene Schleiflade (2) in drei Windladen aufgesteilt ist: in C und Cs und dann noch eine Fortsetzungslade ab […]

Die Prospektpfeifen in Rom St Cecilia – Eoline 16 – das deformierte C

Die Metamorphose dieser Pfeife möchte ich hier kurz anhand einiger Bilder zeigen. Zunächst die Ausgangslage in Erinnerung rufen: Heute morgen, schon um 8 Uhr wurden wir durch kräftiges Klopfen in hinteren Räumen aufmerksam gemacht. Zoltan hat den restlos deformierten Stumpf der C-Pfeife abgesägt und die Platte gerade gerichtet. Nun wurde sie mit dem Gummihammer weiter […]

Die Prospektpfeifen in Rom St Cecilia – Eoline 16

Es ist schon eine seltsame Sache bei einer „Neobarokko“ eine Eoline 16 im Pedal vorzufinden. Dieses Register wird als Eolina 16′ ins Pedal geschaltet und kann dann weiterhin dort über Transmission noch als Dolce 8′  registriert werden. Die Basspfeifen in ganzer Länge sind wahrscheinlich schon Jahrzehnte nicht mehr ansprechbar und spielbar gewesen, weil das Material […]

Die Prospektpfeifen in Rom St Cecilia – Geigenprincipal

Dieses Thema werden wir wohl nicht mit einem einzigen Blog komplett abhandeln können. Wie jeder schnell ermessen kann, haben wir hier in St.Cecilia eine sehr große Anzahl an Pfeifen im Prospekt. Darunter befinden sich originale Walcker-Pfeifen aus 1892, denen dieser Blog gewidmet ist. Hier zunächst das Prospektbild, als diese Orgel von Walcker 1894 von Walcker […]

Bombarde 16′ im Pedal, Rom-Santa-Cecilia, Tamburini

Dieses Register ist aus mehreren Gründen interessant, insbesondere weil Details uns bisher unbekannt waren. So der Umstand, dass Kehlen an die Nuss angelötet wird, wie das auf den nachfolgenden Bildern gesehen werden kann:        Das Zungenblatt hat beim C eine Dicke von 0,72mm, was als sehr bescheiden gesehen werden kann. Aber man muss […]

Mixtura obscura

Nicht schlecht gestaunt haben wir bei der Gegenüberstellung der Mixturzusammensetzung in der Tamburini-Orgel in Rom-Santa-Cecilia im III.Manual, Schwellwerk. Diese fünffache Mixtur, die nach meinem Selbstverständnis, eine gut ausgewogene Teiltonaneinanderreihung vom 8-Fuß haben sollte etwa nach einem Muster: C:  2 – 1 1/3 – 1- 2/3 – 1/2 c:   2 2/3 – 2 – 1 1/3 […]

Die Horizontaltrompete von Tamburini in Rom-Santa-Cecilia

Dieses Register – Trompetta orizzontal – II.Manual (Grand Organo) – ist sowohl von der äußeren Erscheinung als auch vom Klang durchaus eine schöne Sache. Wie ist die Konstruktion dieser Becher gestaltet – wurde ich von zwei Orgelfreunden befragt, weswegen ich mit diesem Register aus der Orgel beginne hier wieder unseren Reigen an Orgelregister fortzuführen. Im […]

gepresste Labien

Es findet über dieses Thema eine Diskussion auf einem Forum in Holland statt, wo auch einige interessante Bilder solcher Pfeifen zu sehen sind: Es gibt immer wieder interessante Diskussion über gepresste Labien und ‚Fabriks’-Pfeifen aus der ersten Hälte des 20. Jahrhunderts. Siehe http://z12.invisionfree.com/organist/index.php?showtopic=1006. Haben Sie mal ein Bild gesehen von einer ‚Labienpresse‘ und wissen Sie […]

Tomintoul Op.1088, Bj 1903, das Pfeifenwerk in vier Zeichnungen

Diese Orgel hat spezielle Register, die bereits serienmässig gefertigt wurden, und die deswegen interessant sind, weil sie auch in großer Anzahl verbreitet waren. Ich habe hier auf vier Zeichnungen wichtige Details aufgezeichnet und bemaßt, die man als Anhaltswert für Nachbauten, Restaurierungen verwenden kann. Diapason 8’   Clarabella 4’   Flautade 4’     Dulciana 8’ […]

Terpodion – was ist das?

Das Terpodion, der „Labgesang“, war ein von Joh. Dav. Buschmann in Friedrichroda gegen 1816 konstruiertes Reibstabspiel. Dabei hat eine Klaviermechanik abgestimmte Holzstäbchen gegen einen rotierenden Holzzylinder gedrückt. (nach  Curt Sachs „Reallexikon der Musikinstrumente“ 1962 nachgedruckt, 1912 Max Hesse Verlag) In die Orgel fand das Register Eingang durch J.F.Schulze & Söhne als Terpodion 8′ in Halberstadt, […]

Das Klangdesign der Convention-Hall-Organ in Atlantic City 1.Teil

Die größte Orgel der Welt (World’s Greatest) sollte aus mehreren Gründen mit anderem Maßstäben betrachtet werden, als wir sie beim Bemessen von Orgeln in Europa verwenden. So wäre zunächst einmal zu sagen, dass diese Orgel, wenn überhaupt, „World’s Largest“  genannt werden sollte. Und wir wollen hier gleich einmal mit den fehlerhaften  Zahlenspielen der Amerikaner etwas […]

Die zehn wichtigsten Tabellen zu Pfeifenmaßen

Diese stammen von Mahrenholz und sind nur als grobe Anhaltswerte hilfreich. Aus vielen Nachfragen von Kollegen in aller Welt, jetzt endlich mal online gebracht. TABELLE 1 – Längenmaße für zylindrische-offene Pfeifen 2) Längenmaße für konisch Gedackte 3)  Durchmessermensur für Labialpfeifen 4) Labienmensur 5) Oberer Durchmesser konische Rohrwerke (Trompeten) 6) wie 5  – enge Mensur- 7) […]

Trompeten made in USA

Als die Firma Walcker 1982 die Wurlitzer-Kinoorgel des Werner Ferdinand von Siemens, einem Enkel des berühmten Werner von Siemens, restaurierte und später ins Musikinstrumentenmuseum nach Berlin einbaute, war man doch gewaltig erstaunt diese hervorragende Qualität in Fertigung und besonders der eigenwilligen Pfeifenformen sehen zu dürfen. Auch bei meinen mehrfachen späteren Besuchen im Museum nahe Potsdamer […]

Dulciana 8′, in Tomintoul, die zarteste Versuchung seit es Walcker gibt

Die Dulciana 8′ ist wohl eines der typischsten Register der Spätromantik. Zumindest wollen wir von keiner spätromantischen Orgel etwas hören, wenn nicht diese Dulciana. (sorry Mr. Hill) Unheimlich schön ist sie in der Walcker-Orgel in Tomintoul aus 1903, wo dieses Register mit Vox céleste 8′ (ab c und etwas höher gestimmt in Schwebung zur Dulciana) […]

Principal, Gamba und Dulciana der Hill-Orgel aus 1875 in Inveraven/Schottland

Zehn Jahre ist es her seitdem diese Orgel ihr letztes Wörtlein gesungen hat. Nun aber hat das Schweigen ein Ende. Wir stellen hier in zwangloser Reihenfolge die Register dieser Orgel vor, die  den typisch englischen Charakter offenbaren. Die Disposition dieser Orgel stammt von 1875 von Hill& Son – London,  zwei Register, nämlich Dulciana und Gambe stammen von […]

Clarabella 8′ in der Walcker-Orgel in Tomintoul

Das Register zeichnet sich durch einen durchdringenden Flötenton aus, der aber sehr sympathisch in der Mittellage klingt. Im Bass werden Pfeifen aus dem Bordun entnommen, im Diskant erinnert die Klangfarbe direkt an eine Traversflöte. Intoniert auf 92mm WS ist das Register am Spieltisch eine kleine Idee zu stark, aber im Raum, der heute mit einem […]

Skinner – stops – Registererläuterungen der Firma Skinner aus einem Prospekt ca 1925

Der Prospekt der Firma Skinner wurde von Oscar Walcker herangezogen bei der Bearbeitung der Walcker-Orgel Opus 2500, Nürnberg Reichsparteitag, dies lässt sich eindeutig auf Grund einiger Notizen Oscar Walcker’s belegen. Für mich war sehr interessant zu sehen, welche Klangeigenschaften Skinner vereinzelten Registern beimaß, und dachte sofort, dass diese Beschreibungen sehr interessant in unserem AeolineBlog sein werden. […]

Dallen in Pfeifen beseitigen

Bei jeder Ausreinigung, ja, fast bei jeder größeren Wartung, nach Transporten und nach den vielen kleinen, alltäglichen Unfällen an Pfeifenorgeln finden wir sie: die hässlichen Dallen, oft an Prospektpfeifen, noch öfters an unsichtbaren, dünnwandigen Ladenpfeifen. Einmal also ist es ein ästhetisches Problem, das uns gebietet, diesen Ent-formungen der schön polierten Pfeifen zu entgegenen, dann aber […]

Kernstiche

Manch einem gelten sie als das ausgesprochene Teufelswerk im Orgelbau, und anderen als Allheilmittel, um störende Pfeifengeräusche zu eliminieren. Besonders in den ersten beiden Nachkriegsjahrzehnten waren Kernstiche passé. Dafür waren Diskussionen um offene Fusslöcher und Kernspaltenintonation an der Tagesordnung. So in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts haben sich die Ansichten in Sachen Intonationshilfen gewandelt. […]

Über Labien, Aufschnitte und Kerne der Labialpfeifen

Vor einigen Tagen bat mich ein Organist ihn etwas über diese Zusammenhänge aufzuklären, da er viel missverständliche Angaben zu Labienbreiten und Kernschrägen in Bezug auf Walcker-Orgeln gehört habe. Manche Erweiterung an Walcker-Orgeln haben einfachste Faustregeln der Pfeifenfertigung, wie sie bei Walcker üblich war, außer Acht gelassen, was die Einbindung dieser Pfeifen erschwert hat. Das Thema […]

Nun klinget wohl ihr Pfeifen all“- Das Klang-Welt-Bild von Walter Supper

gezeigt an den beiden Walcker-Orgeln in Fürth,St. Paul, Bj 1964, III/54, m-e, gebaut als Opus 4480, und weiter unten ULM, Opus 5000. Walter Supper hat an dieser Orgel seine Klangvorstellungen an zwei Schallplattenaufnahmen aus dieser Zeit gezeigt, die wir hier in Form von MP3-files zeigen. Daraus geht schon sehr klar hervor wie man diese Neobarock-Orgeln […]

Klangbeispiele und Bilder zur Schyvenorgel in Santo Domingo

Dieses Instrument ist eine verkleinerte Version unserer Kathedral-Orgel, und hat natürlich weniger Register. Aber das Instrument ist spielbar und wir haben einige Register hier aufgenommen: Einige Fragen gingen nach den Mixturen (Fournituren) von Schyven. Hier haben wir eine 4fache Mixtur 2 2/3 – 2 – 1 1/3 – 1, die auf allen c repetiert. fourniture.mp3 […]

Cor anglais 8′ im Positif der Schyven-Orgel in San José

Das war schon eine schöne Überraschung in unserer Schyven-Orgel eine durchschlagende Zunge im Positif vorzufinden. Aufgefallen ist das Register niemandem so recht, weil erhebliches Pfeifenmaterial einfach nicht ging, und so dieses Register nicht unbedingt zu den oft gezogenen Stimmen zählte. Nun aber ist das Interesse erwacht. Das Positif wird mit rund 120mmWS betrieben, so auch […]

Pedal-Pfeifenwerk der Schyven-Orgel in San José

Nachdem ein sehr großes Interesse auf diese Pfeifengestaltungen der Schyven-Orgel in San José entstanden ist, habe ich weitere Informationen dazu aufbereitet. Ich zeige hier zunächst den Schnitt der Pedallade. Wir haben hier zwei Ventilkästen. Der rechte Ventilkasten beinhaltet die Ventile für die Zungen. Der Wind hierzu kann über einen Tritt am Spieltisch zu – und […]

Bombarde 16′ im Grand Orgue der Schyven-Orgel in San José

Dieses Register ist im Bass ein Problem, weswegen ich mich damit etwas näher befasse. Die Zungen sind kaum federhart und somit nicht mehr formbar. Eine Ausnahme bildet das C, welches ich wegen den Maßen und dem Aufwurf etc. etwas genauer hier in Form von Fotografien darstelle. Ein weiteres größeres Problem stellen die Becher in ganzer […]

Mixturen in der Spätromantik

Hier haben wir ein mustergültiges Instrument, das ich in einem anderen Blog mit der Walzeneinstellung schon vorgestellt habe: die 1915 für Rotterdam gebaute Walcker-Orgel, Opus 1855. Sie steht heute in Doesburg NL mit III/75. Ob allerdings diese Mixturen, wie ursprünglich geplant und gebaut, heute noch in der Orgel sind, ist fraglich. Wer solch ein Instrument […]

Mixturen und ihre Zusammenstellungen ab 1864

Wie wichtig diese Zusammenstellungen für einen runden Tuttiklang sind, haben wir jetzt erst wieder erleben können an unserer Orgel in Bukarest, wo die Mixtur im SW auf 2′ beginnt und weit runder und weicher ins Tutti tritt als die anderen Mischungen, die höher liegen. Nun beginnen wir einfach mal mit einer Orgel, die um „Mühlhausen […]

Spitzgamba 8′ im Hauptwerk (Video03)

Die Spitzgamba im Hauptwerk ist aus mehreren Gründen sehr interessant. Zum Einen haben wir hier die ersten vier Noten mit einer „Spanischen Kröpfung“ (auf einem anderen Blogeintrag genau beschrieben, um was es sich hier handelt). Auch auf dem Kurzfilm erkennbar, dass diese Pfeifen hervorragende offene Pfeifenklänge liefern. Zum Anderen ist diese Spitzgamba ein gewisser Kompromiss […]

Nachthorn 8′ – im Schwellwerk (Video02)

Das Nachthorn 8′ im Schwellwerk der Walcker-Orgel im Atheneum in Bukarest, wurde in den 60er Jahren durch einen Schwiegel 1′(!) ersetzt, was bei dieser Restaurierung wieder rückgängig gemacht wurde. Denn das Nachthron hat nicht nur elementare Grundtönigkeit zu bieten, die bei einer solchen Konzertsaalorgel notwendig ist, sondern hier wird auch eine Funktion wahrgenommen. Das Nachthorn […]

Harmonica aetheria – verschleierte Harmonien, aetherischer Zauber

Aether war bei den Griechen ein Medium oder eine Substanz des Kosmos, der in der Bewegung und Lichtflutung bestimmt wurde. Der Name „Harmonica aetheria“ (auch Harmonia aetheria, aetheris, aetherica etc.) dürfte begrifflich aus dieser romantischen oder auch goetheschen Lichtsymbolik abgeleitet worden sein. Sicher ist, dass dieses Register an die Engmensurierung der Harmonica 8′ anschliesst, das […]

Winddruck wasn dat?

HTML clipboard unser neuester Video, der sich mit dem alltäglichsten Stoff des Orgelbauers beschäftigt, dem Wind. Warum nämlich befindet sich an der Stockbohrung exakt der gleiche Winddruck wie im Balg – im Pfeifenfuß aber, wir zeigen das Phänomen hier einmal ganz genau, ist aber immer ein weit verminderter Druck? Nun darüber sind schon ganze Generationen […]

Pfeifen…. nichts als Pfeifen – Start zur Serie

Pfeifen, …nichts als Pfeifen.. Enthalten sind eine Pfeife von Andreas Silbermann, ein Nachbau der römischen Aquincumpfeife, eine durchlagende Clarinette von Weigle und andere Feinheiten. Mit diesem Video wollen wir einen Reigen an Videos über Pfeifen der Bukarester Walcker-Orgel einläuten. Die Pfeifen werden per Mund angeblasen und es wird auf ihre Eigenheiten dezidiert eingegangen. Also…., es […]

Reparatur von Stimmvorrichtungen bei offenen Labialpfeifen

Hier in Bukarest haben wir wie in vielen anderen Orgel in aller Welt auch, ein Hauptproblem damit, dass die Stimmvorrichtungen dieser Labialpfeifen mit Mängeln behaftet sind. Der „rote Makel „: Dazu kommt, dass mit völlig ungeeigneten Mitteln versucht worden ist diese Probleme zu beseitigen. Jetzt also gilt es nicht nur die Stimmvorrichtungen wieder zuzulöten sondern […]

Oscar Walckers Klangvorstellungen

In Briefen an den Maler Hugo Körtzinger hat Oscar Walcker sehr offen seine Vorstellungen über Orgelbau, Menschen und Mensuren kund getan. Dieser Schriftwechsel ist noch nicht erschöpft. Wir wollen aber hier einen Einblick in die Klangvorstellungen dieses siebzig Jahre alten Orgelbauers, der alles erlebt hat, was es an Kriegen, Vernichtungen und Wiederaufbauten gab, was man […]

Arbeit an oxidierten Zungen

Bei einigen Orgeln treten besonders bei hoher Luftfeuchte oder Wasserschäden bei Zungen jene berüchtigten „Oxidationen“ auf, die für viele Orgelbauer zu einem großen Problem werden. Insbesondere dann, wenn vorher „Fachleute“ daran gearbeitet haben, welche schon erhebliches Material zerstört haben. Die Methoden sind recht einfach, wie man mit solchen Zungen umgehen muss. Die Krücke ist der […]

Einige Grundregeln für Zungenregister

Bei Walcker gab es ein Blatt, Hinweis für alle Orgelbauer „Einige Grundregeln für Zungenregister“, das unser Altmeister Karl Bauer am 8.8.1982 verfasst hat, das mir wieder einmal in die Hände gefallen ist, und das sicher alle Orgelfreunde für sehr interessant sein dürfte, die sich mit diesem Thema beschäftigen. 1. Faustregel für die Zungendicke: 8′ C […]

Vox angelica und andere Schmeicheleien

Es passiert nicht sehr oft, dass man von Klängen fixiert wird. Dass man Orgelstimmen, die schon vom Namen her eine Sensation darstellen, ihre klangliche Umnebelung, ihren Glanz und ihre Unschuld auf so grundsätzliche Art auf uns herablassen, dass man unwillkürlich inne hält und sich fragt: „wie ist das möglich, und warum?“. Es gibt immer viele […]

Spanische Kröpfung AEOLINE 8′ (Bukarest)

Hierzu ist der auf diesen Seiten erschienene Artikel wichtig Pfeifen nach “spanischer Konstruktion”. Dazu ist noch folgendes zu sagen. Diese Verfahren, mit einfachen Mitteln Pfeifen zu kröpfen und so eine Menge Platz zu sparen, sind durchaus nicht Allgemeingut im Orgelbau, wie man glauben sollte. Ich möchte an einen Vorfall erinnern, als wir im Jahre 1988 […]

Romantische Subbässe 16′

Der Unterschied in Orgel-Mensur der Romantik und des Barock macht sich vor allem in den Bässen bemerkbar. Noch deutlicher fällt es auf bei Romantik versus Neobarock, wo gerade die hustenden Subässe der 60er Jahre zu heftigen (aber meist ergebnislosen) Bemühungen um Besserung führen. Diese Subbässe an Klein-und mittleren Orgeln sind auch kaum durch Mensuranhebungen zu […]

Maße von P32′ und Grand Bourdon32′

Einige Fragen nach diesen Registern haben mich inspiriert diese aus unseren alten Walcker-Mensurblättern herauszuholen und hier zu präsentieren. zum besseren Lesen der Tabelle: Rechtsklick auf Tabelle, Grafik anzeigen, fertig! gwm

Das „organo di legno“ der Stuttgarter Eberhardskirchenorgel

Die Walcker-Orgel Opus 3500 für die Stuttgarter Eberhardskirche (III/47, Bj 1956) war für viele Orgelliebhaber im Stuttgarter Raum die klangschönste Orgel Stuttgarts in den 60er und 70er Jahren, als dort noch richtige Kirchenmusik gemacht wurde. (neben der Rundfunk-und der Stiftskirchenorgel). Das Herausragende war ihr „organo legno“, ein Werk das nur aus Holzpfeifen bestand, darunter eine […]

zur Zungenmensuration

Zur Zungenmensuration – die Zungendicke, Kehlenbreiten In Wemmetsweiler fiel mir auf, dass die Posaune 16 sehr gut von C-H erklang, rund und volltönend, dann aber nahm auf gleicher Lade Kraft und Klangqualität schlagartig ab. Die Untersuchung der Kehlen zeigte, dass C-H Nüsse und Kehlen aus Holz gefertigt waren, die Zungen waren nur 0,75mm (C) dick, […]

Under the Sassafras Tree – the World’s Greatest

Under the Sassafras Tree – the World’s Greatest Bei den Amerikaner kann man sicher sein, immer ist irgendwo einer dabei, an die Grenzen der Welt zu stossen und zu rütteln. Das ist durchaus noch ein „abendländisches Prinzip, das des Faust, vorzudringen in die Unendlichkeit „, würde Oscar Spengler uns sagen. Hier an der Orgel für […]

Das spanische ORLOS

Wir haben hier ein Orlos in Trujillo gefunden. Das ist eine Stadt in der Extremadura nahe Guadalupe, aus der große Konquistadores stammen, wie Francisco Pizzaro. Diese Leute haben den Namen der Stadt in ganz Südamerika verbreitet. Man findet diese Orlos, meist wie hier als 8′, in fast allen großen spanischen Zungenbatterien an unterster Reihe. In […]

neue Klänge in Aeoline.de

Wir haben heute wichtige neue Klänge in die verschiedenen Untergruppen dort eingefügt. Sie stammen aus der Walcker-Orgel in Wemmetsweiler. Es handelt sich um folgende Register: Aeoline8_HW.mp3 Cornett_NW.mp3 Dolce_HW.mp3 Gambe_HW.mp3 Gedackt_HW.mp3 Geigenprinc8_NW.mp3 Hohlfloet_HW.mp3 LieblGedakt8_NW.mp3 Octav4_HW.mp3 Princ8_HW.mp3 Rohrfloet4_HW.mp3 Salicion8_NW.mp3 SingGed8_NW.mp3 Traversfloet4_NW.mp3 Trompete8_HW.mp3 Voxcoelest8_NW.mp3 Bitte in den entsprechenden Menues nachsehen, die Linkverwaltung hierher ist leider zu kompliziert. (gwm)

Mensuren Walckerorgel in Wemmetsweiler Op.1101 Bj 1903

Diese Orgel ist klanglich ein ganz herausragendes Instrument. Die Umstellung auf Schleifladen in den 80er Jahren hat zwar der klanglichen Entfaltung geschadet. Dennoch ist diese Orgel von solch überwältigender klanglichen Schönheit, dass man hofft, auch die wenigen Mixtur-Aufhellungen und jene  fehlende Fugara wieder einzusetzen und so langfristig eine Rückführung auf den ursprünglichen Zustand zu machen. […]

Pfeifenliste aus 1908 Walcker Zinkpfeifen

Diese Liste von verschiedenen Registern Walckers aus 1908 dokumentiert sehr schön, welche Mensuren Walcker verwendete. Etwa ab 1902 kam ein gewisser Schematismus auf, der in dieser Liste gipfelte und der zeigt, dass hier sehr „einfach“ gehandhabt wurde. In Verbindung mit unserer auf aeoline aufgeführten Walcker-Mensurliste ( Walcker Normalmensur 1908 und 1950) kann man so recht […]

Pfeifen nach „spanischer Konstruktion“

Vor zwei Wochen wurde ich von einem Orgelbauer nach Maßen und Bauweise jener „spanischen Konstruktionen“ befragt. Es gäbe kaum Hinweise in der Fachliteratur. Um was geht es? Dort, wo man nur geringe Höhe hat, aber auf offene Pfeifen nicht verzichten will, kann man über jene „spanische Konstruktionen“ die Labialpfeifen mit halber Länge bauen. Ein Rohr […]

Mixturen Eberhard Friedrich Walcker

Die Zusammensetzungen bei Eberhard Friedrich Walcker sind noch nie gründlich analysiert worden. Rudi Schäfer hat einen Ansatz dazu gemacht im Sonderheft „organ“, der aber a) die Entwicklung des Meisters nicht berücksichtigte und b) die Zusammensetzung der Mixturen nicht im Kontext zum Prinzipalaufbau bewertete. Denn entscheidend ist ja, ist ein Principal 16′ im Hauptwerk oder nur […]

Stockholm Blue Hall- Struktur der Mixturen

Wer je in Verlegenheit war, die richtige Mixturenzusammensetzung bei der Restaurierung großer Orgeln zu finden, der weiß was es wert ist, auch nur angenäherte Werte dafür herzubekommen. Hier haben wir exakte Zusammensetzungen aller Mixturen einer der größten Walcker-Orgeln die es heute noch gibt. Ich war erstaunt genug hier einige hochinteressante Septimen in einigen Mixturen zu […]

Pfeifen der Dulsanell-Walcker-Orgel in Schottland

Der Klang dieser kleinen Orgel in den Highlands von Schottland ist ganz hervorragend. Es soll noch rund 35 solcher Walcker-Orgeln in der Scotish-Churches geben. Ein typisches Register ist die Clarabella, die wie man sieht schon ähnlich der Traversflöte oder Philomela angeblasen wird und in diese Richtung hin klingt. Hier sind die Kernstiche nicht am kern […]

Clarinette 8′

Wir haben im Orgelbau bekanntlich durchschlagende Zungen, die wir unterteilen in „Harmonium-Register“ und in sogenannte „Clarinettenregister“. Genaueres steht auf aeoline.de unter Zungen, durchschlagende. Hier möchte ich ein solches „Clarinettenregister“ zeigen, das noch vielfach Anwendung findet. Diese Register sind näher an den „normalen“ Zungenregistern dran, in Klang, Lautstärke und Stimmhaltung. Durch das Durchschlagen der Zunge fehlen […]

Unsere Ziel

Aeoline.de ist bereits eine wichtige Datenbank, des so es ist weiter gehen muss. Hier kann es interaktiv gehen. Ich denke, Aeoline sollte zu englische romantische Stimmen erweitert werden, dass in England herrscht heutzutage Katastrophe. Tuba, Tromba, belederte Diapason & Co sind rasch verschwindend, dass dort wollen die Leute nun nur Rauschpfeife, Chamaden, Schnarrwerk des rauerer […]

warum blog?

Die vielen Nachträge der letzten Zeit haben das Gesamtbild von aeoline.de eigentlich nicht bereichert, sondern es geht eher dorthin, dass alles unübersichtlicher wurde. Diesem Zustand wollen wir mit der hier erscheinenden Aktualisierung ein Ende bereiten und wir hoffen, dass man i.L. der Zeit mit Kommentaren und Hinweisen, was es sonst noch alles auf dem Web […]

erster Tag!

in diesem Blog sollen Pfeifenregister in Klang und Bild gezeigt werden. Mir noch nicht ganz klar, wie es sich entwickelt. Wichtig natürlich, dass auch Kommentare und Ideen von anderen dazukommen. Hier also zuerst einmal das wichtige Thema „durchschlagende Zungen“ zu bereichern, habe ich die Kauffmann-Zunge aus Wien eingebracht. Wir haben irgendwo ein Musikstück wo man […]

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